Sherri Jones

piano

Bio

sherri_jones_2016Weder in der Wahl der Werke noch in deren Interpretation folgt Sherri Jones dem Üblichen. Ihr virtuoses Spiel ist gekennzeichnet von einem „geradezu instinktiven Gespür für den Charakter und Ausdruck“ der Musik, die sie „ungemein plastisch, perspektivenreich, ja viel- und mehrschichtig“ zu deuten vermag (Neue Zeitschrift für Musik). Augenmark der Pianistin ist seit langem auf die kompositorischen Seitenwege des 20. Jahrhunderts gerichtet. Uraufgeführt hat sie Werke u.a. von Kurt Weill, Stefan Wolpe, Volker David Kirchner und David Lidov. International gepriesen wurde ihre maßstabsetzende Einspielung von Erwin Schulhoffs „Kunstjazz“ (Hot Music), eine weitere Einspielung Ins Spiel gebracht (Barock in der Moderne) nannte FonoForum „sensationell“. Dass Kurt Weills einzig vollendetes Klavierstück bekannt wurde und in Noten erschienen ist, hat die Nachwelt ihr zu verdanken. Auf Bitten von Georg Kreisler spielte sie seit 2009 die Premieren von seiner bis dahin völlig unbekannten solistischen Klavierwerke und gab sie und seine Kammermusik heraus.

In ihrer Jugend gewann die Pianistin regelmäßig Erste Preise bei bundesweiten Wettbewerben in den Vereinigten Staaten. An der Indiana University, wo sie bei György Sebök und Menahem Pressler studierte und eine gefragte Kammermusikpartnerin war, wurde ihr einstimmig – ein Novum – die höchste solistische Auszeichnung der School of Music verliehen. An der University of Illinois promovierte sie zum Doctor of Musical Arts über Transkriptionen von Liszt, Rachmaninow und Busoni; ehe sie nach Deutschland übersiedelte, lehrte sie an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Raritäten vermischt mit Standardrepertoire ist zum Markenzeichen ihrer Konzertprogramme geworden, während sie in Konzert und durch Uraufführungen in Europa und Nordamerika, Rundfunkaufnahmen, CD-Einspielungen und Notenausgaben den Klavierkanon nachhaltig erweitert.


Whether in repertoire choice or its interpretation, Sherri Jones gravitates towards the unexpected. Her virtuosic playing has been lauded for its “utterly innate sense for the character and expression” of a work and for interpretations that are “uncannily organic and multi-layered in perspective” (Neue Zeitschrift für Musik).
The pianist has for decades devoted her energies to the promotion of twentieth-century compositions decidedly off the beaten path. Among her many premieres are works by Kurt Weill, Stefan Wolpe, Volker David Kirchner, and David Lidov. Her benchmark recording of Erwin Schulhoff’s artistic jazz, Hot Music, drew international praise; FonoForum proclaimed Ins Spiel gebracht (Baroque in the Modern) “sensational.” Posterity has her to thank for the tracing out and publication of Kurt Weill’s only completed work for piano. At Georg Kreisler’s behest, Ms. Jones began premiering his unknown early piano- and chamber music in 2009 and oversaw their first editions.
She was a regular gold-medal winner of national competitions in her youth and an honors graduate of Indiana University, where she studied with György Sebök and Menahem Pressler, was in demand as a collaborative partner, and was awarded the Performer’s Certificate – the school of music’s paramount honor for solistic achievement – in a rare unanimous decision. At the University of Illinois she completed the DMA with a performance-thesis on transcriptions by Liszt, Rachmaninoff, and Busoni, and preceding her move to Germany taught at several American universities. The juxtaposition of rarities and standards has long been a programming trademark of her concerts and premieres in Europe and North America, radio and CD recordings as well as first editions, which together continue to expand the confines of the piano repertory.