Ein Auszug aus weiteren Besprechungen:
Souverän gespielt von Sherri Jones: Mit den Intermezzi op. 117 von Brahms begann sie ihr Programm, Werke, die schwermütig und süssverhangen sind, die größtmögliche Intimität voraussetzen. Sherri Jones vermochte es, ihrem Publikum dies vom ersten Moment an zu vermitteln… In „Neun kleine Reigen“ von Erwin Schulhoff zog die Pianistin alle Register ihrer perfekt im Dienst der Musik stehenden, souveränen Technik…Beethovens Sonate op. 110 war Höhepunkt des Konzertes… Die von den sanften Harmonien umspannten großen, jedoch nicht derben Gegensätze dieses ersten Satzes lotete sie so weit wie möglich aus. Die schon fast romantische Fuge kam erlösend und strahlend daher, höchst pianistisch bot sie den Schluss. Natürlich klatschten die Zuhörer im Schloss Morsbroich ausdauernd lange.Kölner Stadt-Anzeiger
Romantisch bis ins Mark: Mit Sherri Jones wurde dem Publikum eine hochkarätige Schumann-Interpretin zuteil. Die ‚Phantasie C für Klavier op. 17′ offenbarte alle überragenden Prädikate der in Frankfurt lebenden Virtuosin. Man kann sagen, dass Sherri Jones‘ Interpretation eigentlich den Kern romantischer Klaviermusik jener Zeit traf. Ein tolles Einfühlungsvermögen, klare Artikulation und eine mitreißende Expressivität zeichneten die Interpretation aus.Gmünder Tages-Post
Busoni als Bearbeiter Bachs mit Sherri Jones: Sie nutzte ihre eminente Technik als Bedingung der Möglichkeit von hoher, frei empfundener Expressivität. Mit gläsener Durchsichtigkeit und kapriziöser Detailbeleuchtung, mit improvisatorischer Beschleunigung und rhythmischer Dehnung erhielten die Choräle einen Glanz von seltener Präsenz. Bach-Busonis Präludium und Fuge zeigte die Pianistin als kontinuierlich gesteigerte Barock-Vision voller Klang und Glanz. Tempi, oft sehr schnell, dann zurückhaltend, reiche dynamische Varianten, dann wieder ein fast traditionell rauschendes Virtuosen-Spiel, schließlich ein stets um Klarheit des Textes bemühter Anschlag, der von einer eminenten klavieristischen Kunst der Pianistin zeugte, halfen mit, der immer musikalisch wirkenden Idee zu entsprechen. … als Zugabe: Schumann-Liszts ‚Liebeslied‘, das Jones mit dem nötigen leidenschaftlichen Temperament … ’servierte‘. Fazit: Dies war nicht nur ein bravouröser Musikabend, es war auch ein engagiertes Plädoyer für die Klaviertranskription gehalten.Badische Zeitung
Die mannigfachen Kontraste von Beethovens Eroica-Variationen holte sie durch teils kraftvolle, gewichtige, teils leichte, spielerische Wiedergabe hervorragend heraus. Ausgezeichnet lagen ihr Faurés Variationen, deren elegische Klangschönheit sie durch sensitiven Anschlag genau traf. Zur Paradenummer von Sherri Jones wurde schließlich Bartóks Tanz-Suite: In der Interpretation der tänzerischen folkloristischen Elemente glänzend erfasst, präzis und rhythmisch zündend. Freiburger Kulturspiegel
Jüdische Komponisten in der Alten Synagoge Wittlich: Der eruptive Wechsel ihres Spiels von beschwingter Leichtigkeit zu düsterer Schwere wirkte aufwühlend und beklemmend zugleich. Sie verlieh den Stücken damit eine Dramatik und Eindringlichkeit, die viel von den Leiden der jüdischen Kultur im Europa des letzten Jahrhunderts widerspiegelte.Trierischer Volksfreund
Weill, Schulhoff, Wolpe. Die Universität Freiburg sammelt für ein NS-Mahnmal: Auftakt der Aktion war ein Konzert im Audimax. Werke der Komponisten Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Stefan Wolpe und Paul Hindemith kamen zuerst zur Aufführung. Die Pianistin Sherri Jones hatte Tangos und vom Jazz inspirierte kürzere Stücke der Komponisten mit Geschick zusammengestellt. Ihr kongeniales, wenn nötig auch resolut zupackendes Klavierspiel geriet zum künstlerischen Höhepunkt der Veranstaltung.Badische Zeitung
Jubiläumskonzert in Meersburger Schloss: So zierlich sie wirkte, so kraftvoll, intensiv, energisch strebt Sherri Jones‘ klug und klar angelegtes Spiel der großen Form, dem leidenschaftlich vorgetragenen Pathos, auch dem wirkungssicheren Virtuosentum des Konzertpianisten zu. Die große Linie, die entsprechend logisch herausgearbeiteten Phrasierungen, die Erfassung des Werks quasi im Rück- und Überblick von seiner Ganzheit her bestimmen ihr Spiel. Das sensible Ausspielen gefühlsintensiver Melodik und die Durchsichtigkeit des Spiels bleibt selbst hinter rauschenden Akkordfolgen immer gewahrt. Jones stellt Schumanns große C-Dur-Phantasie op. 17 in strömendem, fast improvisatorisch wirkendem Fluss in einleuchtende Sinnzusammenhänge, die die Mehrdeutigkeit der vielfachen Stimmungsumschwünge des Werks widerspiegelten. Eine große Leistung… Die beiden Liszt-Bearbeitungen mit ihren technischen Schwierigkeiten bewältigte die Künstlerin bravourös. Schließlich wurde der Bartók jene musikalische Sinnenhaftigkeit zuteil, die das Publikum schließlich zu lang anhaltendem Beifall hinriss. Südkurier
Die Musik der wilden 20er Jahre: Das Aufspüren verschollener und seltener Kompositionen, ihre geistige Vertiefung in diese Tonsprache, gehört zu ihrer Passion. Diese temperamentvollen und genialen Interpretationen hätte man der bescheiden wirkenden Künstlerin kaum zugetraut. Ihre Hände flogen mit spektakulären, akrobatischen Zügen kreuz und quer über die Tasten. Mit einer plastischen und expressiven Klangsprache präsentierte sie die Adaptionen von harmonischen und rhythmischen Elementen des Jazz und Modetänze im Stil der neuen Sachlichkeit von Erwin Schulhoff, Alois Hába und Stefan Wolpe. . . Gefühlvoll ließ die Pianistin die Songs von Gershwin zum beglückenden Schlussakkord werden. Ein Konzert, das die zahlreichen Zuschauer begeisterte und lang anhantenden Applaus erntete.Rheinische Post
Lange Nacht im Prediger, Schwelgen im Schimmer der Subjektivität: Einen tiefen Eindruck hinterließ Sherri Jones, eine junge Pianistin, die die Schumann-Phantasie spielte: sehr kraftvoll, brillant in den ersten beiden Sätzen, von Selbstbewusstsein auf weiten Schwingen getragen. Der dritte Satz: ein samtiger, träumerischer Beginn, ein leidenschaftlich drängender Aufbau der Spannung. Ihr Auftritt war gleichzeitig Überraschung und Spitze des musikalischen Programmteils.Rems-Zeitung
Klangmantel aus der Partitur: Im 4. Klavierkonzert Beethovens ließ Sherri Jones gleich im ersten Takt hören, dass sie kein konzertantes Auftrumpfen suchte, sondern die verspielte Nuance. Sie spielt manche Partie ‚quasi una fantasia‘: Die Arpeggien hatten Leichtigkeit, im Andante-Dialog überzeugte die schöne Schlichtheit der Akkorde, im Finale lebte Klassiker-Heiterkeit in tänzerischen Episoden und einem klangdelikaten Modulationsspiel. Südkurier
Stilsichere Sherri Jones: …überzeugte durch eine sehr sauber ausgezirkelte Darstellung von Mozarts Variationen über ‚Ein Weib ist das herrlichste Ding‘ sowie eine sehr geschlossene, packende und farbenreiche Darstellung von Prokofjews 5. Klaviersonate. Die hochbegabte Künstlerin bedankte sich mit ‚Jesu bleibet meine Freude‘ für den lebhaften Applaus im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal.Mittelbayerische Zeitung
Hin zur populären Gebrauchsmusik: Sherri Jones hatte zwei Kurt Weill Songs aus der „Dreigroschenoper“ in eine Klavierfassung gebracht, sie sich quasi auf den Leib geschrieben, gespickt mit Melodieführungen in den Mittelstimmen, mit virtuosen Raffinessen und kraftvollen Akzenten. Der zierlichen Frau hatte man anfangs derartige Energien nicht zuschreiben wollen, vor allem nicht solches Temperament und diese Versiertheit im jazzigen Spiel. Dafür wurde sie auch gebührend gefeiert.Freie Presse Chemnitz