
Die vorliegenden hervorragenden Einspielungen, die sich mühelos von dem mitunter etwas öden Einerlei gegenwärtiger Schulhoff-Interpretationen absetzen, vermitteln einen idealen Überblick über seine Klaviermusik der 20er Jahre… Sherri Jones ist eine junge amerikanische Pianistin, die technische Probleme nicht zu kennen scheint. So kann sie sich ganz auf die Musik konzentrieren, die sie im wahrsten Sinne musikalisch-pianistisch beherrscht. Sie spürt stets eine ideale innere Mitte der einzelnen Stücke auf, … auf die hin sie alle musikalischen Mittel äußerst differenziert bezieht. Auf diese Weise geraten die Stücke ungemein plastisch, perspektivenreich, ja viel- und mehrschichtig. Hinzu kommt ein geradezu instinktives Gespür für den Charakter und Ausdruck der Stücke. Bei aller Präzision und Konzentration atmet die Musik; ihr Spiel ist farbig, elastisch, biegsam, ja elegant-lässig … zugleich ist es auch intensiv und atmosphärisch … Gewiss besitzt Jones‘ Spiel auch spektakuläre, ja akrobatische Züge, aber es gelingt ihr dabei, dies Spektakuläre auf die Musik zu lenken … Sherri Jones hilft der Musik auf und lässt sie insgesamt interessanter wirken, als sie tatsächlich komponiert sein mag.Giselher Schubert, Neue Zeitschrift für Musik
Entartete Musik: Unbestritten bleibt, dass Schulhoff wohl am intensivsten sich der Möglichkeiten der Jazz-Musik versichert hat. Dies belegt die vorliegende vorzügliche Einspielung mit der amerikanischen Pianistin Sherri Jones, die ein geradezu ideales Gespür dafür hat, die Jazzelemente im intendierten Sinne in die ‚klassische‘ Sphäre einzubinden… Der hervorragenden, technisch wie musikalisch gleichermaßen versierten Pianistin ist es jedenfalls gelungen, das Bestmögliche aus diesen Werken herauszuholen, so dass man dieser Neuerscheinung höchstes Lob zukommen lassen muss.Günter Schnitzler, Freiburger Jazzhaus Journal
In der 2. Auflage noch erhältlich: Erwin Schulhoffs „Kunst-Jazz“ für Klavier

